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Die falschen Fragen lauten: „Was ist die Bedeutung meines Lebens und
Lernens wenn ich ein Meister werde? Wann werde ich „es“ sein?“
Die Frustration des Kampfkünstlers im Training kommt von fehlenden
Antworten auf diese Fragen.
Vielmehr sollte die Frage lauten: „Was ist die Bedeutung meines Lebens
und Trainings heute, JETZT, bevor es soweit ist, daß ich ein
Meister werde.“
In diesem Sinne, einige Punkte zum nachdenken:
1.
Du
erlangst das schwer erreichbare „es“ bevor du ein Meister wirst.
„Es“ zu erreichen verlangt nach einer neuen Einstellung. Du hast
noch nicht das Können, jedoch befindest du dich auf dem Wege
dorthin. Du erlangst den Geist zuerst danach das Können und das
Wissen. Konzentriere dich auf die Dinge die du schätzt in deinem
lernen und trainieren. Du befindest dich nicht im Wettkampf, du bist
der einzige Spieler. Im Solitär Spiel gibt es keinen Gegner den man
bezwingen kann. Während du dich auf diesem Pfad befindest öffnet
sich der spirituell-philosophische Weg für dich und du erhältst
einen Geschmack von der Kraft deines unsichtbaren selbst. Du findest
heraus das Kampfkunst Training ein Spiel ist welches du mit dir
selbst spielst.
2.
Vertraue
in dich selbst – Für dich selbst bist Du der einzige Guru.
Wenn du Buddha in einer Kampfkunst Schule begegnen solltest, töte
ihn! Warum? Weil du der einzige Guru bist den du je benötigen
wirst. Keine externe Autorität kann dir echte Bedeutung geben. Natürlich
erleuchten unsere Lehrer den Weg und wir sollen die
Kampfkunsttraditionen respektieren. In diesem Prozeß müssen wir
jedoch unseren eigenen Verstand und unsere eigene Intuition
benutzen. Stile, Systeme und Methoden helfen uns nur bis zu einem
gewissen Punkt bevor das Individuum genug über sich selbst
herausfindet, um zu wissen was „das Beste“ ist. Buddha sagt: “Glaube
an nichts, egal wo es steht oder wer es geschrieben hat, sogar wenn
ich es gesagt hätte, bevor es nicht mit deinen Gründen und
gesunden Menschenverstand übereinstimmt.“
3.
Schließe
Frieden mit deinen inneren Feinden.
In seinem Buch „Der Prophet“ erklärt Khalil Gibran: „Segne
die Dunkelheit, wie du das Licht segnest.“ Umarme die
Schwierigkeiten deines Trainingsprozesses wie du deine Erfolge
feiern würdest. Es wird immer Probleme auf dem Wege geben.
Akzeptiere es. Stell dich den Schwierigkeiten, höre auf Schuldige
und Ausreden zu suchen. Der berühmte Philosoph James Allen bemerkt
hierzu: „Umstände erschaffen nicht den Mann, sie enthüllen
ihn. Deine Probleme werden deine besten Lehrer sein.“
4.
Es
ist nicht besonderes ein Meister zu sein.
Meister des Zen erinnern uns, daß weder Erleuchtung noch
Meisterschaft in den Kampfkünsten was besonderes sind. Die alten
Meister sagen: „Bevor du ein Meister wurdest trägst du Wasser
und hackst Holz. Nachdem du ein Meister bist trägst du Wasser und
hackst Holz“. Die meisten Kampfkunst Meister leben ein sehr
normales Leben. Sie prahlen nicht mit ihrem Können und leben mit
einem starken Verantwortungssinn
für die Welt um sie herum. Diese Meister sind überraschenderweise
einfache Menschen. Ein Meister zu sein ist „nichts besonderes“.
Die alten Meister sehen sich selbst stets als Anfänger mit offenem
Geist für die Erfahrungen aller momentanen Abenteuer des Lebens und
allen neuen Dingen die es zu lernen und zu genießen gibt. Mit den
Worten von Georg Leonard: „Meisterschaft ist nicht die
Perfektion, sondern vielmehr eine Reise und der wahre Meister muß
willens sein trotz Rückschlägen es immer wieder aufs neue zu
versuchen.“ Lernen selbst wird zu einer Kunst. Das Erleben der
Kampfkünste ist ein sich bewegendes Ziel. Gerade wo du fühlst
„es“ erreicht zu haben, bewegt sich das Ziel wieder. Manche
sagen auch gerne „es“ hat sich verändert. Die Einstellung des
Anfängers ist fixiert auf die Technologie, die einzig wahre, die
alle Lösungen birgt für den nicht enden wollenden Strom von
Herausforderungen in den Kampfkünsten.
Darum sorge dafür, daß du selbst dir die richtigen
Fragen stellst. Wie wäre es zum Anfang mit:
„Was bedeutet mein Training für mein Leben heute, genau jetzt in
diesem Augenblick.“
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